19.05.2026 Fairnet

ITAD-Stand auf IFAT als GoGreen-Exhibitor ausgezeichnet

Der Messeauftritt der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD e.V.) auf der IFAT 2026 wurde erneut als GoGreen-Exhibitor ausgezeichnet. Gewürdigt werden damit die Bestrebungen für einen möglichst ressourcenschonenden Messestand. Von der Projektplanung bis zur Umsetzung hat FAIRNET zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen.

Gemeinsam mit dem ITAD hat FAIRNET den Messestand seit Jahren konsequent anhand nachhaltiger Kriterien konzipiert und diese Aspekte für 2026 wieder weiterentwickelt. Dabei stand stets das Prinzip der Zirkularität im Fokus, sprich die Wiederverwendung und Modularität von Standbauelementen.

Das heißt beispielsweise:

  • Modulare Architektur: Der ITAD-Stand ist modular aufgebaut. Elemente wie Wände, Aufsteller und Schilder können sowohl im Gemeinschaftsbereich als auch auf den Ständen der einzelnen Mitaussteller über mehrere Veranstaltungszyklen hinweg eingesetzt werden. Der Ressourcenverbrauch wird damit signifikant gesenkt.
  • Systembau und Wechselteile: Wandkonstruktionen basieren auf einer langlebigen und mehrfach verwendeten Aluminium-Messesystem-Unterkonstruktion. Diese kommen bei FAIRNET mehrfach zum Einsatz. Auch die Deckenkonstruktion sowie die Fernkennung des ITAD-Standes sind auf eine konsequente Wiederverwendung ausgelegt. Das Banner zur Fernkennung ist eine Sonderanfertigung und seit 2016 im Einsatz.
  • Reparatur statt Ersatz: Nach Rücknahme der Materialien erfolgt im Lager eine Kontrolle und Sortierung der einzelnen Bauteile und Stücke mit der Entscheidung, ob direkte Einlagerung und Wiederverwendung, Reparatur oder Überführung in den nächsten Schritt der Kreislaufwirtschaft erfolgt.
  • Kreislauffähiger Fußbodenbelag: Anstatt klassischer Event-Teppiche kommt ein komplett kreislauffähiger Messeteppich zu Einsatz.
  • Verpackung und Transport: Die Verpackungseinheiten werden möglichst standardisiert und auf unnötige Verpackungen verzichtet. Megawall-Rahmen werden in demontierbaren Metallgestellen transportiert.
  • Podest- und Plattenmaterial: Fußbodenplatten im Podest hatten teils „im ersten Leben“ bereits andere Funktionen, z. B. als Wandplatten).
  • Technik: Die gesamte technische Ausstattung wie Monitore, Lichttechnik und interaktive Module ist gemietet und wird nach der Veranstaltung weiterverwendet
  • In der Planungsphase gab es vor allem effiziente digitale Formate, um die Emissionen durch Reisen zu minimieren.
  • Nachweisliche Klimawirkung: Die CO₂e-Bilanz des Standes hat FAIRNET in den Jahren 2022 und 2024 bereits mit dem CO2-Rechner der KlimAktiv gGmbH berechnet. Diese Berechnung wird es auch für 2026 wieder geben, um Verbesserungen transparent zu machen.

Der ITAD e.V. und FAIRNET entwickeln den Messestand fortlaufend gemeinsam weiter. Der ITAD e.V. setzt bewusst auf die Erfahrungen der FAIRNET mit Planung, Transport, Standbau und Weiterverwendung der Standbauteile entlang klarer Nachhaltigkeitskriterien.

Das nachhaltige Engagement wurde bei der IFAT 2026 auch direkt am Stand sichtbar gemacht: An einer Stele konnten sich Besucher über die ökologischen Grundlagen der Präsentation informieren. Zudem wurden die nachhaltigen Aspekte des Standes im Detail sichtbar gemacht: QR-Codes an Bauteilen und Möbelstücken ermöglichten die Auseinandersetzung mit Herkunft und Lebenszyklus. Besucherinnen und Besucher erfahren beispielsweise, aus welchen Materialien eine Wand gefertigt wurde, wie oft ein Möbelstück bereits im Einsatz war oder wie es nach der Messe weiterverwendet wird.

Die IFAT in München ist der internationale Treffpunkt für Umwelttechnologien und damit auch eine wichtige Bühne für die Fragen der Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Am Stand des ITAD e.V. wurden Strategien für eine klimaverträgliche und resiliente Kreislaufwirtschaft nicht nur diskutiert, sondern durch die Maßgaben für den eigenen Messeauftritt konkret sichtbar gemacht.

Auf dem Bild: FAIRNET und ITAD mit dem Preis, von links: Sven Nahrstädt, Birgit Lenz (ITAD), Kai Hoffmann, Thomas Tröster und Annika Belisle (ITAD)

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